Panoramabilder: Faszinierend und in Zeiten von Digitalkameras mit entsprechender Software einfach zu realisieren – wir zeigen wie’s geht!

Definition Panoramafoto

Als Panoramabild werden nicht nur klassische 360° Ansichten bezeichnet, sondern auch Bilder, die besonders breit und aus mehreren Einzelbildern zusammengesetzt sind. Deckt ein Panorama neben der Horizontalen auch die Vertikale ab, spricht man von einem Kugelpanorama.

Wie ein Panoramafoto erstellen?

Die Vorgehensweise beim Erstellen von Panoramen ist äußerst simpel:

  1. Alle automatischen Einstellungen der Kamera deaktivieren (Weißabgeich, Fokus, etc.)
  2. Die Fotos aufnehmen und dabei die Linse auf der Drehachse positionieren (siehe Animation unten)
  3. Geeignete Software starten und rechnen lassen

Nodalpunkt, Stitching und Fehlerquellen

Nimmt man ein Panoramafoto auf, muss die Kamera um eine Drehachse rotiert werden. Damit später tatsächlich der Eindruck entsteht, das Bild zeige eine stufenlose Rundumsicht, ist es wichtig, dass sich nicht die Kamera sondern die Objektivlinse im Zentrum dieser Achse befindet. Ist dies nicht der Fall, ergeben sich Objektdopplungen, da die Abstände zwischen Gegenständen im Vordergrund und Gegenständen im Hintergrund auf den einzelnen Aufnahmen variieren und von der Panorama-Software nicht korrekt berechnet werden können.

Um die Linse möglichst exakt auf der Drehachse platzieren zu können, gibt es Nodalpunktadaptoren, deren Funktionsweise folgende Animation von Johann Steininger verdeutlichen soll (Bild entfernt).

Ebenfalls ist darauf zu achten, alle automatischen Funktionen der Kamera, wie den Weißabgleich oder den Fokus, zu deaktivieren, da die Einzelbilder sonst unbrauchbar werden.

Stitching – Software für Panoramabilder

Die eigentliche Arbeit bei der Panoramenerstellung verrichtet eine Software. Ein kostenloses Tool ist für Windows-Nutzer ist der Microsoft Image Composite Editor. Die Fotos werden hierbei per Drag&Drop eingefügt und die Berechnung beginnt.
Für gehobenere Ansprüche und mehr Einstellmöglichkeiten empfiehlt sich die OpenSource-Lösung Hugin, die für Windows, Linux und auch für Mac verfügbar ist.

Keine Antworten

  1. Robert

    Ich persönlich arbeite auch mit den MS ICE – obwohl ich auch Photoshop Elements und CS besitze, wo ja auch eine Stitching-Software integriert ist! MS ICE finde ich einfach praktisch, weil man die Bilder einfach schon direkt im Explorer markieren kann und danach im Kontext Menü (rechte Maustaste) auch „Stitch“ klicken kann. Kostenlos und gut – für mich die beste Lösung!

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