So mancher hat das bestimmt schon erlebt: Es gehen einem die Ideen für Fotos aus, die eigenen Fotos gefallen einem selbst nicht mehr oder man ist auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen für seine Werke. Häufig ist die Ursache dafür ein zu hoher Anspruch an sich selbst, der dazu führt, dass man keinen Spaß mehr an der Fotografie hat. Besonders wenn fotografisches Ergebnis und die eigene Erwartung sehr weit auseinander liegen, liegen Kreativität und Motivation ziemlich schnell am Boden.

Abhilfe bei diesem Problem schafft ein neugieriger und entspannter Umgang mit dem Thema Fotografie. Gerade die Digitalfotografie lädt zum Experimentieren, Spielen und Entdecken ein. Um interessante Fotos zu machen, braucht man keine Profiausstattung, denn selbst über eine einfache Kamera eines Mobiltelefons kann man gelungene Fotos schießen. Wichtig ist vielmehr, dass man ein Motiv unverkrampft angeht und Mut zum Ausprobieren hat.

Foto-Inspiration: Ein Beispiel

Ein kleines praktisches Beispiel um mit Bildaufbau und Perspektive zu experimentieren: Man sucht sich ein beliebiges Motiv und macht mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven und schaltet bzw. deckt das Display dabei ab. Der eine oder andere Fotograf wird sehr überrascht sein, wie vielfältig ein einziges Motiv aufgenommen und dargestellt werden kann. Es ändern sich bei diesem Experiment nicht nur Bildaufbau und Perspektive des Motivs, sondern auch die Wirkung auf den Betrachter. Analysiert man selbst sein Werk kann man einen Schritt weitergehen und sich folgende Fragen stellen:

  • Warum ist ein Bild interessant?
  • Ist eine bestimmte Aufnahme/Perspektive für zukünftige Projekte interessant?

Eine weitere Hilfe kann es sein, die Werke anderer Künstler zu betrachten. In vielen Museen, Fotoausstellungen und Galerien findet man Kunstwerke die der Inspiration dienen können, aber auch ein Blick in Zeitschriften und in das Internet kann hilfreich sein. Betrachtet man die Bilder anderer Künstler kann man sich die Frage stellen, was eine bestimmte Fotografie interessant oder betrachtenswert macht. Diese Frage zu verstehen, hilft bei der Umsetzung eigener Projekte enorm.

Last but not least ist hier der Foto-Notizblock zu erwähnen. In ihm hält man interessante Fotos, Notizen und Informationen zeitnah fest. Der Foto-Notizblock dient nicht nur der Dokumentation, sondern zeigt nach längerer Zeit, wie sich die eigene Wahrnehmung verändert. Ein Foto, dass man beispielsweise vor fünf Jahren noch toll fand, kann einem jetzt durchaus als langweilig erscheinen.

Egal wie man sich auch immer hilft: Neugierde und Phantasie erleichtern die Suche nach einem guten Foto erheblich. Und wenn einem dann immer noch nichts einfällt, gibt es hier über 90 kreative Foto-Ideen.

Eine Antwort

  1. Lina

    Ein klasse Beitrag. Viele tolle Tipps. Zum Beispiel, dass einfach Neugierde und Phantasie hilft, da denkt man vorher gar nicht dran aber wenn man jetzt so überlegt ist das wirklich gut. Und der Verweis zu den 90 kreativen Foto-ideen ist auch super, vielen Dank dafür.

    Gruß,
    Lina

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